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Markenstrategie

Die Markenstrategie bildet das konzeptionelle Fundament der Corporate Identity. Ziel ist die Entwicklung einer klar positionierten Marke mit nachvollziehbarer Haltung, definierten Werten und einer konsistenten Kommunikation. Die visuelle Gestaltung soll nicht isoliert entstehen, sondern aus strategischen Überlegungen abgeleitet werden.

Markenidentität

Die Markenidentität beschreibt den Kern einer Marke. Sie definiert, wofür die Marke steht, welche Haltung sie vertritt und welche Werte sie langfristig vermitteln möchte. Sie bildet die strategische Grundlage für alle weiteren Entscheidungen in den Bereichen Kommunikation, Corporate Identity, Design und Markenführung.

Eine klar definierte Markenidentität schafft Orientierung nach innen und außen. Sie unterstützt konsistente Entscheidungen und sorgt dafür, dass die Marke über alle Berührungspunkte hinweg wiedererkennbar und glaubwürdig auftritt.

Definition

Beispiel

Vision

Die Vision beschreibt das langfristige Zukunftsbild der Marke. Sie beantwortet die Frage, welche Veränderung die Marke langfristig erreichen möchte und welchen Beitrag sie für Gesellschaft, Branche oder Zielgruppe leisten will.

Eine Vision ist inspirierend, zukunftsorientiert und beschreibt kein konkretes Produkt oder Angebot.

Leitfragen:

Welche Zukunft möchte die Marke mitgestalten?
Welche Zukunft möchte die Marke mitgestalten?
Welchen langfristigen Beitrag möchte sie leisten?

«Die Marke möchte eine kreative Arbeits- und Begegnungskultur schaffen, in der Menschen Ideen entwickeln, Wissen teilen und gemeinsam Innovation fördern.»

Patagonia

«We're in business to save our home planet.»

Mission

Die Mission beschreibt, wie die Marke ihre Vision im Alltag umsetzt.

Sie erklärt den konkreten Auftrag der Marke sowie ihre Leistungen gegenüber der Zielgruppe.

Leitfragen:

Was macht die Marke?
Was macht die Marke?
Für wen macht sie es?

«Die Marke entwickelt flexible Räume für kreatives Arbeiten, kulturellen Austausch und gemeinschaftliche Veranstaltungen, die inspirierende Begegnungen ermöglichen.»

IKEA

Der Purpose besteht darin, gut gestaltete Einrichtung für möglichst viele Menschen zugänglich machen.

Purpose

Der Purpose beschreibt den tieferen gesellschaftlichen Sinn der Marke.

Er beantwortet nicht, was die Marke macht, sondern warum sie existiert.

Nicht jede Marke benötigt einen ausgeprägten Purpose. Wenn vorhanden, sollte er authentisch und nachvollziehbar sein.

Leitfragen:

Warum existiert die Marke?
Warum existiert die Marke?
Welchen gesellschaftlichen Mehrwert schafft sie?

«Die Marke schafft Orte, an denen Kreativität, Zusammenarbeit und kultureller Austausch gefördert werden.»

Too Good To Go

Der Purpose besteht darin, Lebensmittelverschwendung zu reduzieren.

Markenwerte

Markenwerte beschreiben die grundlegenden Überzeugungen der Marke. Sie dienen als Leitlinien für Entscheidungen und beeinflussen Kommunikation, Gestaltung und Verhalten.

Markenwerte sollten nicht nur formuliert, sondern in allen Anwendungen sichtbar und erlebbar werden. Sie sollen:

Orientierung für Gestaltung und Kommunikation geben
die Persönlichkeit der Marke beschreiben
konsistent in allen Anwendungen erkennbar sein

Leitfragen:

Welche Werte vertritt die Marke?
Welche Werte vertritt die Marke?
Welche Eigenschaften sollen Kundinnen und Kunden wahrnehmen?

Konzentration statt Reizüberflutung

Die Marke schafft bewusst ruhige Räume für fokussiertes Arbeiten und kreative Prozesse. Die Marke grenzt sich von lauten, überinszenierten Coworking-Konzepten ab.

Sichtbar im Design:

reduzierte Farbwelt
klare Raster
viel Weißraum
ruhige Typografie
zurückhaltende Animationen

Spürbar in der Kommunikation:

kurze, klare Texte
keine aggressive Werbesprache
keine übertrieben motivierenden Claims

Kulturelle Offenheit

Die Marke versteht Kreativität als interdisziplinären Austausch zwischen Gestaltung, Kultur, Technologie und Gesellschaft.

Sichtbar im Design:

flexible Bildsprache
diverse Inhalte und Perspektiven
modularer Aufbau
variable Anwendungen
zurückhaltende Animationen

Spürbar in der Kommunikation:

einladende Tonalität
offene Sprache
Community-orientierte Inhalte

Zeitlose Gestaltung

Die Marke orientiert sich nicht an kurzfristigen Trends, sondern an langfristiger visueller Qualität.

Sichtbar im Design:

reduzierte Typografie
stabile Layoutsysteme
begrenzte Farbpalette
konsistente Gestaltungsprinzipien

Spürbar in der Kommunikation:

sachliche, klare Headlines
wenig Buzzwords
zurückhaltender Ton

Emotionale Wärme im Minimalismus

Die Marke soll reduziert wirken, aber nicht kühl oder distanziert.

Sichtbar im Design:

warme Neutralfarben
natürliche Lichtstimmungen
menschliche Bildwelten
organische Kontraste

Spürbar in der Kommunikation:

persönliche Ansprache
ruhige, empathische Sprache
kein elitärer Tonfall

Funktionale Flexibilität

Die Marke muss in unterschiedlichen Kontexten funktionieren: Coworking, Events, Gastronomie, Kulturprogramm und digitale Plattformen.

Sichtbar im Design:

modulares Gestaltungssystem
responsive Layouts
variable Anwendungen
skalierbare Komponenten

Spürbar in der Kommunikation:

flexible Content-Strukturen
klare Informationshierarchien
Anpassbarkeit an unterschiedliche Formate
Markenpersönlichkeit

Die Markenpersönlichkeit beschreibt den Charakter der Marke.

Menschen nehmen Marken häufig wie Personen wahr. Eine klare Persönlichkeit erleichtert Wiedererkennung und schafft emotionale Bindung.

Leitfragen:

Wie würde die Marke als Person wirken?
Wie spricht sie?
Wie verhält sie sich?
Welche Eigenschaften besitzt sie?

CASE

ruhig
kreativ
offen
inspirierend
modern
modern
hochwertig

Red Bull

mutig
energiegeladen
abenteuerlustig
abenteuerlustig
Markenversprechen

Das Markenversprechen beschreibt den konkreten Nutzen, den die Marke ihrer Zielgruppe bietet.

Es formuliert, was Nutzerinnen und Nutzer zuverlässig von der Marke erwarten dürfen.

Das Markenversprechen muss glaubwürdig, relevant und langfristig einlösbar sein.

Leitfragen:

Welchen Nutzen bietet die Marke?
Welche Erwartung erfüllt sie?
Warum sollten sich Menschen für diese Marke entscheiden?

«Die Marke bietet inspirierende Räume, die konzentriertes Arbeiten, kreativen Austausch und hochwertige Begegnungen ermöglichen.»

Zusammenfassung
Vision

Wohin wollen wir?

Eine neue Kultur kreativer Zusammenarbeit fördern.

Mission

Was tun wir?

Flexible Räume für Arbeit, Kultur und Begegnung entwickeln.

Purpose

Warum existieren wir?

Kreativität und Austausch ermöglichen.

Markenwerte

Woran glauben wir?

Offenheit, Nachhaltigkeit, Qualität, Gemeinschaft.

Markenpersönlichkeit

Wie treten wir auf?

Ruhig, inspirierend, modern, authentisch.

Markenversprechen

Was dürfen Menschen erwarten?

Inspirierende Räume mit hoher Aufenthaltsqualität.

Zielgruppenanalyse

Analyse

Die Zielgruppe soll möglichst präzise beschrieben werden, um daraus strategische und gestalterische Entscheidungen ableiten zu können.

Definition

Beispiel

Demografische Merkmale
Alter
Geschlecht (nur wenn relevant)
Wohnort oder Region
Familienstand
Ausbildung
Beruf
Einkommen
28–45 Jahre
urbaner Wohnort (Basel, Zürich, Bern, Luzern)
Hochschulabschluss oder kreative Ausbildung
Berufstätig in Architektur, Design, Kultur oder Kommunikation
mittleres bis hohes Einkommen

Schlussfolgerung

Die Zielgruppe verfügt über ausreichend Kaufkraft und investiert bewusst in hochwertige Produkte oder Dienstleistungen statt in günstige Massenware.

Interessen und Lebensstil
Freizeitverhalten
Hobbys
Werte
Konsumverhalten
kulturelle Interessen
Nachhaltigkeitsbewusstsein

Die Zielgruppe

interessiert sich für Architektur, Interior Design und Kunst
besucht Ausstellungen und Designmärkte
reist gerne und sucht Inspiration
bevorzugt Qualität statt Quantität
unterstützt lokale oder nachhaltige Marken
informiert sich über aktuelle Designtrends

Schlussfolgerung

Die Marke sollte authentisch, reduziert und hochwertig auftreten und keine übertriebene Werbesprache verwenden.

Medienverhalten

Die Zielgruppe nutzt unterschiedliche Informationsquellen. Zu analysieren sind:

Social Media
Printmedien
Podcasts
Websites
Newsletter
Events

Die Zielgruppe nutzt hauptsächlich

Instagram
Pinterest
LinkedIn
Designblogs
Architektur- und Interior-Magazine

Schlussfolgerung

Sie sucht Inspiration über Bilder und hochwertige Inhalte und informiert sich online, bevor sie eine Kaufentscheidung trifft. Die Marke benötigt eine starke visuelle Präsenz und konsistente Kommunikation über alle digitalen Touchpoints.

Bedürfnisse

Welche Probleme möchte die Zielgruppe lösen?

Die Zielgruppe sucht

hochwertige Gestaltung
langlebige Lösungen
Individualität
persönliche Beratung
transparente Kommunikation
einfache Prozesse

Schlussfolgerung

Die Marke sollte Kompetenz, Vertrauen und Qualität vermitteln.

Motivation

Warum entscheidet sich die Zielgruppe für eine Marke?

Die Zielgruppe möchte

sich mit hochwertigen Produkten identifizieren
Individualität ausdrücken
bewusste Kaufentscheidungen treffen
angfristig investieren statt kurzfristig konsumieren

Schlussfolgerung

Nicht der Preis steht im Vordergrund, sondern Qualität, Design und Vertrauen.

Ästhetische Erwartungen

Welche gestalterische Sprache erwartet die Zielgruppe?

Die Zielgruppe bevorzugt

minimalistisches Design
hochwertige Typografie
klare Layouts
reduzierte Farbwelten
natürliche Materialien
hochwertige Fotografie

Schlussfolgerung

Die Zielgruppe lehnt überladene Gestaltung und aggressive Werbesprache eher ab. Die visuelle Identität sollte Ruhe, Präzision und Wertigkeit vermitteln.

Nutzungsverhalten

Wie und wann kommt die Zielgruppe mit der Marke in Kontakt?

Der erste Kontakt erfolgt meist

über Social Media
Empfehlungen
Portfolio-Websites
persönliche Kontakte

Schlussfolgerung

Vor einer Entscheidung informiert sich die Zielgruppe ausführlich und vergleicht verschiedene Anbieter. Die Marke benötigt einen professionellen digitalen Auftritt und konsistente Referenzen.

Kaufkraft

Welche finanziellen Möglichkeiten besitzt die Zielgruppe?

Die Zielgruppe verfügt über

mittleres bis hohes Einkommen
Bereitschaft, für Qualität mehr zu bezahlen
Fokus auf langfristigen Nutzen statt kurzfristige Ersparnis

Schlussfolgerung

Eine Premium-Preisstrategie ist nachvollziehbar, wenn Qualität und Markenversprechen überzeugend kommuniziert werden.

Personas

Definition

Beispiel

Personas übersetzen die Zielgruppenanalyse in konkrete Personenprofile.

Name: Anna Keller

Alter: 34 Jahre

Beruf: Innenarchitektin

Wohnort: Basel

Interessen

Architektur
Reisen
Kunst
nachhaltige Produkte
Designbücher

Ziele

individuelle Gestaltung
hochwertige Lösungen
langfristige Qualität

Frustrationen

austauschbares Design
schlechte Beratung
mangelnde Qualität

Anna sucht Designlösungen, die ihren hohen gestalterischen Ansprüchen entsprechen und ihre Werte widerspiegeln.

Customer Journey

Definition

Beispiel

Die Customer Journey beschreibt alle Berührungspunkte zwischen Zielgruppe und Marke.

1. Awareness

Anna entdeckt die Marke über Instagram oder eine Empfehlung.

2. Interest

Sie besucht die Website und schaut sich Referenzprojekte an.

3. Consideration

Sie vergleicht Leistungen, Preise und Bewertungen.

4. Decision

Sie nimmt Kontakt auf und entscheidet sich für ein Erstgespräch.

5. Experience

Projektabwicklung, Kommunikation und Ergebnis bestätigen ihre Erwartungen.

6. Loyalty

Sie empfiehlt die Marke weiter und kommt für zukünftige Projekte zurück.

Nutzungsszenarien

Definition

Beispiel

Nutzungsszenarien beschreiben konkrete Situationen, in denen die Zielgruppe mit der Marke interagiert.

Szenario 1

Anna sucht ein Designstudio für die Entwicklung einer neuen Markenidentität. Sie recherchiert online und bewertet innerhalb weniger Sekunden die Professionalität anhand der Website.

Gestalterische Konsequenz:

Klare Navigation, hochwertige Referenzen und eine konsistente Bildsprache sind entscheidend.

Szenario 2

Anna erhält eine Empfehlung und trifft das Studio persönlich.

Gestalterische Konsequenz:

Visitenkarten, Präsentationen, Materialmuster und Verpackungen müssen dieselbe Markenqualität vermitteln wie der digitale Auftritt.

Szenario 3

Nach Projektabschluss empfiehlt Anna das Studio in ihrem Netzwerk weiter.

Gestalterische Konsequenz:

Ein positives Gesamterlebnis, konsistente Kommunikation und hohe Qualität fördern Vertrauen und Weiterempfehlungen.

Zielgruppenanalyse

Die Zielgruppe soll möglichst präzise beschrieben werden, um daraus strategische und gestalterische Entscheidungen ableiten zu können:

Definition

Beispiel

Demografische Merkmale
Alter
Geschlecht (nur wenn relevant)
Wohnort oder Region
Familienstand
Ausbildung
Beruf
Einkommen
28–45 Jahre
urbaner Wohnort (Basel, Zürich, Bern, Luzern)
Hochschulabschluss oder kreative Ausbildung
Berufstätig in Architektur, Design, Kultur oder Kommunikation
mittleres bis hohes Einkommen

Schlussfolgerung

Die Zielgruppe verfügt über ausreichend Kaufkraft und investiert bewusst in hochwertige Produkte oder Dienstleistungen statt in günstige Massenware.

Interessen und Lebensstil
Freizeitverhalten
Hobbys
Werte
Konsumverhalten
kulturelle Interessen
Nachhaltigkeitsbewusstsein

Die Zielgruppe

interessiert sich für Architektur, Interior Design und Kunst
besucht Ausstellungen und Designmärkte
reist gerne und sucht Inspiration
bevorzugt Qualität statt Quantität
unterstützt lokale oder nachhaltige Marken
informiert sich über aktuelle Designtrends

Schlussfolgerung

Die Marke sollte authentisch, reduziert und hochwertig auftreten und keine übertriebene Werbesprache verwenden.

Medienverhalten

Die Zielgruppe nutzt unterschiedliche Informationsquellen. Zu analysieren sind:

Social Media
Printmedien
Podcasts
Websites
Newsletter
Events

Die Zielgruppe nutzt hauptsächlich

Instagram
Pinterest
LinkedIn
Designblogs
Architektur- und Interior-Magazine

Schlussfolgerung

Sie sucht Inspiration über Bilder und hochwertige Inhalte und informiert sich online, bevor sie eine Kaufentscheidung trifft. Die Marke benötigt eine starke visuelle Präsenz und konsistente Kommunikation über alle digitalen Touchpoints.

Bedürfnisse

Welche Probleme möchte die Zielgruppe lösen?

Die Zielgruppe sucht

hochwertige Gestaltung
langlebige Lösungen
Individualität
persönliche Beratung
transparente Kommunikation
einfache Prozesse

Schlussfolgerung

Die Marke sollte Kompetenz, Vertrauen und Qualität vermitteln.

Motivation

Warum entscheidet sich die Zielgruppe für eine Marke?

Die Zielgruppe möchte

sich mit hochwertigen Produkten identifizieren
Individualität ausdrücken
bewusste Kaufentscheidungen treffen
angfristig investieren statt kurzfristig konsumieren

Schlussfolgerung

Nicht der Preis steht im Vordergrund, sondern Qualität, Design und Vertrauen.

Ästhetische Erwartungen

Welche gestalterische Sprache erwartet die Zielgruppe?

Die Zielgruppe bevorzugt

minimalistisches Design
hochwertige Typografie
klare Layouts
reduzierte Farbwelten
natürliche Materialien
hochwertige Fotografie

Schlussfolgerung

Die Zielgruppe lehnt überladene Gestaltung und aggressive Werbesprache eher ab. Die visuelle Identität sollte Ruhe, Präzision und Wertigkeit vermitteln.

Nutzungsverhalten

Wie und wann kommt die Zielgruppe mit der Marke in Kontakt?

Der erste Kontakt erfolgt meist

über Social Media
Empfehlungen
Portfolio-Websites
persönliche Kontakte

Schlussfolgerung

Vor einer Entscheidung informiert sich die Zielgruppe ausführlich und vergleicht verschiedene Anbieter. Die Marke benötigt einen professionellen digitalen Auftritt und konsistente Referenzen.

Kaufkraft

Welche finanziellen Möglichkeiten besitzt die Zielgruppe?

Die Zielgruppe verfügt über

mittleres bis hohes Einkommen
Bereitschaft, für Qualität mehr zu bezahlen
Fokus auf langfristigen Nutzen statt kurzfristige Ersparnis

Schlussfolgerung

Eine Premium-Preisstrategie ist nachvollziehbar, wenn Qualität und Markenversprechen überzeugend kommuniziert werden.

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